Sonntag, 24. September 2017

Asiatischer Nudelsalat [vegan]

Meine Nachkochliste besteht ja zu nem großen Teil aus Rezepten von Gourmandises végétariennes, einfach voll mein Geschmack. Ich bräuchte viel mehr Tage an denen ich aufkochen kann um die alle abzuarbeiten. Aber es geht voran, in kleinen Schritten. Zuletzt hab ich also den Asiatischen Nudelsalat nachgebaut. Jaaam, sag ich euch. Kam auch gut bei den Kollegen an, die durften nämlich am letzten Grillabend die Versuchskaninchen spielen. Und die Farben sind auch so toll, hach. Mein Foodbloggerherz macht kleine Hüpferchen bei dieser schönen Kombi.


Sogar ein Ottolenghi-Kochbuch ist inzwischen in meine Sammlung gewandert, zu viele Rezepte davon auf Melissa's Blog. Und alles sieht so lecker aus. Jedes nachgekochte Rezept gelingt, juhu! Sogar die Holunder-Kapern hab ich gemacht, bin gespannt wie die schmecken, wenn sie durchgezogen sind, ui.


Asiatischer Nudelsalat    
(Nach einem Rezept von Gourmandises végétariennes)

400 g Bavette (oder andere schmale Bandnudeln)
2 Paprika, rot und gelb
300 g Rotkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
100 g Babyspinat

5 EL Olivenöl
3 EL Sesamöl
8 EL Sojasauce
3 EL Limettensaft
3 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
2 große Knoblauchzehen
1/2 TL Ingwerpulver
Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. In ein Sieb abgießen jnd mit kaltem Wasser spülen bis die Nudeln kalt sind. In eine große Schüssel geben.
Paprika in Spalten und anschließend in schmale Streifen schneiden. Rotkohl dünn hobeln. Frühlingszwiebeln mit dem Grün schräg in Ringe schneiden. Alles zu den Nudeln geben.
Sojasprossen waschen und abtropfen lassen, Spinat waschen und trocken schleudern.
Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und unter den Salat mischen. Mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchziehen lassen (am besten über Nacht).
Sprossen und Spinat vor dem Servieren noch unterheben.


Einen klitzekleinen Wermutstropfen gibt's bei dem Nudelsalat: Die Spaghetti flutschen so leicht weg, gerade zum hungrig reingeschaufelt werden ist das fast schon ein bisschen fies. Aber optisch sind die in dem Salat doch genial^^. Und mit dem richtigen Werkzeug bekommt man auch eine ordentliche Portion auf einmal auf den Teller geschaufelt.


Dienstag, 19. September 2017

Ananasliebe: Ananas-Curry-Pasta [Feierabendküche]

Neben Ananas auf Pizza, Ananas in süß-sauren Asiagerichten, Ananas im Bratreis oder Ananas pur weggefuttert bis der Gaumen bizelig ist, mag ich auch mal Ananas mit Nudelns, noom. In meinem zerfledderten Mini-Rezepthefterl nennt sich diese Variante 'Pasta Hawaii', auch wenns wenig hawaiianisch ist. Rein kommt quasi nur Ananas und Curry, hihi, volle Dröhnung. Wenn also das ananasverachtende Männchen außer Haus ist, gibt's hin und wieder diese crazy Ananasbombe.


Ananas-Curry-Pasta    
(2 Portionen)

200 g Nudeln (z.B. Penne)
1 Zwiebel
6 Scheiben Ananas, in Stücken
1 EL Currypulver
1/2 TL Gemüsebrühenpulver
Basilikum
100 ml Ananassaft (aus der Konserve oder vom Schneiden frischer Ananas)
100 ml Soja Cuisine
Salz, Pfeffer

Nudeln in Salzwasser al dente kochen.
Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Curry und Gemüsebrühenpulver zugeben und 2 min mitbraten. Ananas zugeben und 2 - 3 min anbraten. Ananassaft und etwas gehackten Basilikum dazurühren, Sojasahne unterrühren 5 min weiterköcheln, pfeffern und salzen.
Nudeln abgießen und unter die Soße heben, evtl. nochmal abschmecken.


Das Ganze in Kombination mit Apfelspalten und Chiapudding aus Orangen-Mango-Haferdrink ergibt eine ziemlich gelbe Futterbox für die Mittagspause, hihi.


Mit diesem Beitrag hab ich wahrscheinlich den Rekord für die Ananaswortdichte in einem Text gebrochen, oleole. Ob es dafür eine Kategorie im World Record Buch gibt? Hmm.

Sonntag, 10. September 2017

Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse [Feierabendküche]

So nun war's das also mit den Zwanzigern, ich bin offiziell alt. Bald darf ich ganz legitim eine Midlife Crisis haben. Mein Umfeld wird entsetzt feststellen, dass ich schon Dreißig bin und 'sie imma no zur Schul geht'. Naja, fast. Aber für manche 80-Jährigen Nachbarn ist Uni, Doktorarbeit, usw. das gleiche wie Schule. Und ich darf mir jedesmal von ihnen anhören, wenn ich meine Eltern besuche, dass ich ja quasi gestern noch mit meinem rosa Fahrrad mit den Stützrädern da auf der Straße auf- und abgefahren bin. Wie die Zeit vergeht. Ja, kaum 25 jahre später kann sie schon ohne Stützräder fahren. Und 25 Nanometer dicke Ultradünnschnitte für die Transmissionselektronenmikroskopie machen, aber das wissen sie nicht ;)


Weniger Geschick und Erfahrung braucht man für diese Gnocchi-Pfanne. Die war schnell schnell mit einer Handvoll Zutaten nach der Arbeit zusammengebastelt. Ich hab die so ähnlich schon mal gemacht, aber mit Zwiebeln, Tomaten und so, da hat es uns nicht so cool geschmeckt. Aber die Grundidee fand ich super und musste es nochmal mit dem passenden Begleitgemüse bruzeln. Perfektes Rezept für ein Feierabendfresschen. Wer mag kann natürlich deutlich mehr Feta da drüber krümeln. Wir sind nur nicht die mörder Schafskäsefans und mögen's deswegen lieber etwas dezenter.


Gebratene Gnocchi mit Feta und Gemüse  
(3 Portionen)

600 g Gnocchi (Kühlregal)
1 Zucchini (eher ne kleine)
1 Paprika, orange (bei mir nur 2/3)
3 Frühlingszwiebeln
Ca. 100 g Feta (oder mehr, je nach Gusto^^)
Kräutersalz, Pfeffer, Thymian

Gnocchi in Salzwasser 2 min köcheln, abgießen.
Zucchini längs halbieren und in schmale Scheibchen, Paprika in Spalten und anschließend in dünne Streifen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
In einer großen Pfanne etwas Pflanzenöl erhitzen und die Gnocchi knusprig anbraten. Zucchini und Paprika zugeben und 2 - 3 min mitbraten. Frühlingszwiebeln und 1 geh. TL Thymian untermischen. Mit Kräutersalz und Pfeffer würzen. Feta zerkrümeln und unterheben.
Je nach Geschmack mehr Feta zugeben und mit z.B. Gurkensalat servieren.


PS: Es ist verrückt, aber man fühlt sich mit 30 geeenauso wie mit 29. Verrückt. Aber wenn ich für jede 'Uuund wie fühlt man sich mit 30?'-Frage nen Cent bekommen würde, hätte ich die Hosentaschen bald voll. Erwachsen fühl ich mich jedenfalls immer noch nicht. Fremde Leute, Vorträge und Smalltalk mit Kooperationspartnern verwandeln mich immer noch in ein Kaninchen im Fluchtmodus. Ich befürchte das wird auch nix mehr^^ So alt kann ich gar nicht werden, dass ich sowas gern mache.

Sonntag, 3. September 2017

Vegane Toffifee - einfach selbstgemacht

Ich zeig euch mal lieber nicht das Foto meiner Brandblasen, die ich mir beim Toffifee basteln eingefangen hab. Minireste Schokolade in der dünnen Kunststoffverpackung mikrowellisieren ist keine gute Idee. Nach zehn Sekunden bei niedrigster Stufe war das Plastik schon schön geschmolzen und die Schoki teerartig am Blubbern. Hab ich aber erst gemerkt wie ichs schon in bzw. an den Fingern hatte, Auuutschn. Aber lecker sind die Teile geworden, vegane Toffifee, oleole! Und wenn man nicht zu doof ist Schokolade unfallfrei zu schmelzen sind die auch echt easy gebastelt.


Vegane Toffifee    
(15 Stück)

5 Kuhbonbons, vegane
15 kleine Haselnüsse
Ca. 50 g dunkles Nougat
75 ml Kakaoglasur
Leere Toffifeeform oder Cakepop-Silikonform

Kuhbonbons dritteln, portionsweise in der Mikrowelle leicht anwärmen. Jedes Stück zuerst glatt kneten, zu einer Kugel rollen und in die Mulden drücken. Mit einem kleinen Löffel oder mit den Fingern in die Form drücken und modellieren.
Jeweils eine Haselnuss in jede Karamellmulde geben und leicht andrücken. Die Form eine halbe Stunde im Kühlschrank durchkühlen.


Das Nougat portionsweise in der Mikrowelle leicht erwärmen (es wird echt schnell flüssig). Mit einem Teelöffel die Förmchen bis zum Rand auffüllen. Die Form vorsichtig auf den Tisch klopfen um die Nougatfüllung zu glätten. Wieder in den Kühlschrank stellen und durchkühlen bis die Nougatschicht fest ist.


Die Kakaoglasur erwärmen bis sie flüssig ist, nicht zu heiß werden lassen, sonst schmilzt das Nougat zu sehr an. Mit einer kleinen Spritze jeweils 5ml Glasur aufziehen und mittig auf die Nougatschicht geben (geht natürlich auch mit einem Löffel, aber ist mehr Gebaze). Immer wieder vorsichtig die Form anrütteln, dass die Schokolade zu dem typischen Klecks zerläuft. Bis zum Wegschnabolieren kühl lagern.


Und noch was: Bei wärmeren Temperaturen nicht hochkant transportieren. Das Nougat schlaazt dann nämlich raus und das wars mit den hübsch hingezitterten Pralinchen, gnaa.
Auch wenn ich keine Fotos von den Toffifees außerhalb der Verpackung hab, weil ich sie verschenkt habe, sie gehen echt super raus! Wie die Originalen ploppen sie lustig raus wenn man auf die Packung drückt.

Samstag, 2. September 2017

Zucchini-Vernichter: Farfalle mit Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce

Wo findet man die besten Rezepte? Im Internet? Kochbüchern? Frauenzeitschriften? Herumfliegenden Notizzettelchen? Eeeenk, alles falsch! Im zerfledderten DinA6-Rezepthefterl sind sie. In Vergessenheit geratene Lieblingsfresschen. Darin ist auch Muttis Apfelstreuselkuchen, die urstleckeren Bananen-Schoko-Muffins, Partyrezepte der ersten Stunde^^, Reispflanzerl, ... uuund eine supereinfache Zucchini-Tomatensauce die Käsefäden zieht wenn man die Nudeln aufpiekst, noom! In wenigen Minuten mit einer handvoll Zutaten zusammengeköchelt, so cool. Ordentlich pfeffern stand noch mit Bleistift dazugekritzelt, hihi. Jep, das machts echt nochmal leckerer, Zucchini und ordentlich Pfeffer. Oder wars die Kombi aus Tomate und Käsefäden? Irgendwie alles zusammen, schön soulfoodiges Feierabendfresschen.


Zucchini-Tomaten-Käse-Sauce    
(2 Portionen)

400 g Zucchini, möglichst schmale
1 Zwiebel
2 EL Tomatenmark
200 ml Soja Cuisine (oder andere Sahne)
100 g Gouda, gerieben (für ne vegane Variante gut schmelzenden Käseersatz)
Pfeffer, Salz, Basilikum
200 g Farfalle, oder andere Nudeln

Nudeln al dente kochen.
Zucchini in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln. Sahne mit Käse vermischen, 1 EL gehackten Basilikum einrühren und kräftig salzen.
Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zucchini und Zwiebel unter mehrmaligem Wenden gut anbraten bis die Zucchini fast gar sind. Großzügig pfeffern.
Tomatenmark unterrühren und zwei Minuten mitbraten.
Sahne-Käse-Mischung dazugießen und aufkochen lassen, bis der Käse geschmolzen ist und beim Umrühren Fäden zieht.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nudeln servieren.
Dazu passt gut ein knackiger Gurkensalat.


Wie ich so durch mein uraltes Fledder-Rezeptheftchen geblättert hab, ist mir meine Lieblings-Pastasauce aus Omnizeiten wieder ins Auge gefallen. Hackfleisch-Sahnesoße mit Schinken, Paprika, Käse, Tomate, irgendwie alles genial Leckere in einer Sauce. Die muss unbedingt veganisiert/vegetarisiert werden! Challenge accepted, hehe.

Montag, 21. August 2017

Noom! Soja-Gulasch 2.0 mit etwas Paprika und Möhrchen [vegan]

Nachdem heute der letzte Tag Gäubodenvolksfest ist, kehrt auch hier in der Umgebung langsam wieder Normalität ein. Besonders in der Arbeit war wohl etwas Ausnahmezustand (ich war ja krank, d'oh). Manche schafften es tatsächlich sich jeden Tag im Bierzelt wegzubechern und dazwischen ein paar Stunden zombiemäßig in der Arbeit herumzustreifen, crazy. Nix für mich, nach zwei Maß Festbier lieg ich schon unterm Tisch und brauche Minimum zwei Tage zum Regenerieren. Ich war also gestern brav zu Hause und hab lecker Soja-Gulasch, dass sogar Männchen brav geschlemmt hat (auch wenns nicht ans Dunkelbiergulasch im Weissbräuhaus rankommt, pff), geköchelt. Alle Nicht-Fleischfutterer fanden es bisher aber voll gaal. Vielleicht sollte ich mal die Dunkelbiervariante ausprobieren, dass ich dem Weissbräuhaus doch noch Konkurrenz mache, hmm.


Es gibt zwar schon ein Soja-Gulasch-Rezept aufm Blog, aber es geht eben noch ein bisserl besser. Nach ein paar mal Kochen findet man hald doch das ein oder andere, was sich noch optimieren lässt. Und das war in diesem Fall die Abfolge der Zutatenzugabe, dass noch ein paar Gemüsewürfelchen zum Schluss mit rein kommen für den Biss und das ein oder andere Gewürz zusätzlich. Nachdem ich beim alten Gulasch-Rezept dann noch Anmerkungen hinzugefügt habe und wieder und wieder rumgeändert hab, dachte ich mir es ist an der Zeit für einen neuen Post. Das perfekte Soja-Gulasch. Tadaa.


Soja-Gulasch 2.0     
(3 bis 4 Portionen)

100 g Soja-Würfel + 1/2 l Gemüsebrühe
3 Zwiebeln
2 eher große Karotten
1 Paprika, rot oder gelb
1 EL dunkles Soßenpulver (bei mir von Gefro Balance)
1 TL Gulaschgewürz
2 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
1 Knoblauchzehe
1/2 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft (am besten Direktsaft)
2 EL Sojasahne
Optional: Liebstöckel, Rosmarin, geräuchtes Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker

Sojawürfel in der heißen Gemüsebrühe 10 min einweichen. Anschließend abgießen und möglichst kräftig ausdrücken.
Zwiebeln grob würfeln, 1 Möhrchen und 1/2 Paprika fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Die restliche Möhre und halbe Paprika in kleine Stücke schneiden und für später zur Seite stellen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sojawürfel darin unter mehrmaligem Rühren 10 min anbraten, bis sie schön angeröstet sind. Zwiebeln, Möhrchen und Paprika zugeben und weitere 10 min braten.
Soßenpulver und Gulaschgewürz darüberstreuen und abgedeckt, unter gelegentlichem Rühren, 15 min bei mittlerer Hitze braun schmoren. Evtl. zwischendruck etwas Wasser zugeben, falls es zu trocken wird, dass nichts anbrennt.
Tomatenmark und Paprikapulver zugeben, 1 - 2 min mitrösten, Knoblauch dazugeben und 1 min mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Abgedeckt 40 min köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Die in Stücke geschnittene Möhre und Paprika zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken, und offen 20 min köcheln lassen (Hitze etwas hoch schalten.
Sahne unterrühren und nach Geschmack mit Cayennepfeffer oder Piri Piri schärfen. Evtl. mit Rosmarin, Liebstöckel und geräuchertem Paprikapulver nochmal abschmecken.
Zum Beispiel mit Nudeln und Gurken- oder Tomatensalat servieren.


Für Mittag ist zum Glück noch ein Portiönchen übrig geblieben. Yaaay. Eigentlich war der Plan was davon einzufrieren, aber dafür wars viel zu wenig, buhu. Memo an mich: Doppelte Menge kochen!

Dienstag, 15. August 2017

Pulled Soja mit Ananas ♡ in süß-saurer Soße [vegan]

Auf Instagram hab ich schon rumgeheult, ja ich bin voll krank, buhu. So Hals, Mandeln, Rachen, irgendwas. Auf jeden Fall ist essen voll doof so, wenn jeder Schluck weh tut. Vielleicht hätt ich auch am Sonntag brav zu Hause bleiben sollen mit den dicken, zwickigen Mandeln, anstatt auf's Gäuboden-Volksfest zu rennen und Bier reinzukippen... Das war's also mit meinem verlängerten Wochenende, morgen geh ich doch mal zum Arzt :P


Derweil darf Männchen ganz viel Tee kochen und die Vorräte nach Halsweh-tauglichem Futter durchwühlen. Abends gab's Lieferfutter, Mangocurry ohne Scharf für mich, Männchen hat sich nen Riesen-Burger mit Spiegelei und so bestellt, mit Mango und Co kann man ihn ja jagen. Ich dagegen steh voll auf Ananas, Teriyaki, süß-sauer, ach ja und Tofu oder Sojalappen. So wie dieses süß-saure Pulled Soja mit Ananas, haaa, das wär die Schreckenskombi für ihn gewesen. Deshalb gab's das Fresschen auch an nem 'sturmfreien' Abend, konnte alles für mich allein behalten, noom.


Pulled Soja in süß-saurer Soße    
(2 bis 3 Portionen, je nach Beilage und Hunger)

50 g Pulled Soja*
Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
1 EL Zitronensaft
5 EL Orangensaft
1 TL Agavendicksaft**
1/2 Paprika (bei mir rot und grün gemischt)
1 Karotte
1/2 Zucchini
1/2 Zwiebel
4 Frühlingszwiebeln
100 g Sojasprossen
1 Mini-Dose Ananas, in Stücke, ohne Zuckerzusatz (den Saft brauchen wir auch!)
200 ml Gemüsebrühe
1 geh. EL Dinkelmehl
Salz, Pfeffer, Ingwer, Chili

Pulled Soja mit Gemüsebrühe übergießen und 10 min köcheln lassen, dann herausnehmen und etwas ausdrücken.
Sojasacue, Zitronensaft, Orangensaft und Agavendicksaft mischen und das Pulled Soja darin marinieren bis der Rest vorbereitet ist.
Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, Karotte in Stifte schneiden, Zucchini halbieren und schräg in Scheiben schneiden, Zwiebel längs in Streifen schneiden, zusammen zur Seite stellen. Frühlingszwiebel schräg in Ringe schneiden, Sojasprossen waschen und mit den Frühlingszwiebeln zur Seite stellen.
1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pulled Soja aus der Marinade holen und anbraten (ich hab noch etwas Fleischwürze dran gemacht, könnt ihr aber auch ersatzlos weglassen). Marinade zur Gemüsebrühe geben und mit dem Mehl klümpchenfrei anrühren.
Vorbereitetes Gemüse (ohne Sprossen und Frühlingszwiebeln) dazugeben und ca. 3 min mitbraten. Ananas mit dem Saft zugeben und so lange braten bis das Gemüse fast gar ist (ich mags noch knackig, also ist der Schritt bei mir recht kurz).
Frühlingszwiebeln und Sojasprossen zugeben, angerührte Brühe nochmal aufrühren und zugießen. Unter Rühren aufkochen lassen, bis die Soße angedickt hat.
Mit ca. 1/4 TL Ingwerpulver, Sojacauce, Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit z.B. Jasminreis servieren und nach Geschmack mit Chili bestreuen.


* Pulled Soja findet man z.B. bei Müller Drogerie bei den veganz-Sachen. Ich hab's auch schon bei Edeka gesehen. Als Ersatz tut's natürlich auch normales Trockensoja, z.B. Schnetzel oder nach dem Einweichen klein schneiden.

** Agavendicksaft ist eine Art Honigersatz, ein dickflüssiger Fruchtzucker. Ersetzen könnt ihr ihn mit Honig (dann ist's aber nicht mehr vegan^^), Ahornsirup oder mit Braunem Zucker (oder natürlich auch normalem Zucker oder was immer ihr da habt).

Sonntag, 6. August 2017

Knusprige Granola-Frühstückspizza mit Joghurt und Früchten [vegan]

Granola, jaaa, dieses fancy Knuspermüsli, das man als hipper Healthy-Fitness-Influencer ja schon lange selbst bastelt. Natürlich mit Matchapulver, Proteinzeugs oder Chiasamen. Nää, das ist nicht so meins. Aber Knuspermüsli an sich ist schon was Goiles, Haferflocken und Nüsse mit Zucker und Kokosöl knusprig zusammengepappt, legga. Also musste ich es doch mal testen. Nach Porridge-Bowl, Sushi-Party und Pulled Jackfruit war jetzt mal das Granola dran.


Damit's obertuffig wird hab ich das Knuspermüsli noch dazu in Tartelett-Förmchen gepresst und zu Minipizzen gebacken, hehe. Dann Joghurt und Obst draufdrappiert und man hat ne meeegahübsche Frühstückspizza. Schon allein der Duft aus dem Backofen von der Haferflockenmasse ist sooo super! Einen von den vier Knusperböden hab ich schon vorm Belegen angeknabbert, doof für die Fotos später, aber ich konnt mich nicht zusammenreißen. Mit Joghurt und Obst wars natürlich noch besser, hach, echt saulecker!


Granola-Frühstückspizza      
(4 Minipizzen, Durchmesser 10 cm)

100 g Haferflocken (bei mir 4-Korn-Flocken)
60 g Nüsse (z.B. Cashews, Walnüsse und Pistazien)
1 EL Sesamsaat
50 ml Agavendicksaft
1 Msp Zimt
1 TL Vanillezucker
4 EL Kokosöl
Joghurt (ich hatte Vanille-Sojaghurt)
Früchte nach Wahl

Die Nüsse fein hacken (ich hab dafür so nen kleinen Tupper-Häcksler^^), Kokosöl evtl schmelzen (meins ist bei 25°C schon superweich).
Alle Zutaten, bis auf den Joghurt und die Früchte, gut vermischen und auf vier Tartelett-Schälchen verteilen und festdrücken.
Im vorgeheizten Ofen bei 165°C (Ober-Unterhitze) ca. 15 min lang backen, bis die Granola-Tarteletts schön angebräunt sind.
Aus dem Ofen nehmen und mit einem Esslöffel wieder in Form drücken, da die Ränder beim backen etwas absacken. Dann komplett auskühlen lassen. Je kälter sie sind, desto fester werden sie.
Zum aus der Form lösen vorsichtig die Ränder lockern und dann aus der Form heben. Die Tarteletts sind nicht superstabil, also vorsichtig hantieren. Wenn doch eines nen Riss bekommt, einfach wieder zusammendrücken, das klebt schon wieder zusammen.

Mit ein paar Teelöffeln Joghurt bestreichen und mit den Früchten garnieren.
Die Frühstückspizzen schnell servieren, da der Joghurt die Granola-Tarteletts mit der Zeit durchweicht. Ich find das allerdings nicht schlimm, schmeckt auch so supi, außen knusprig, innen weich.


Dank Marcs Blogevent 'You had me at Pizza' gab's genau jetzt diese Frühstückspizzis. Schon länger standen die auf meiner To-Do-Liste und irgendwie kam ich nie dazu. Danke lieber Marc für den nötigen Schubser ;) Manchmal braucht man das und yeah, es hat sich echt gelohnt, nooom! Guckt unbedingt mal bei Marc von bake to the roots vorbei, sooo viele leckere Ideen, sabbermäßige Futterfotos und geniale Geschmackskombis ♡

You had me at Pizza - Das Pizza-Blogevent bei bake to the roots

Tipps:
- Statt Agavendicksaft geht auch Ahornsirup oder Honig
- Das Kokosöl schmeckt echt suuuperlecker, falls ihr aber keines habt kann man es auch mit Margarine ersetzen.
- Keinen zu süßen Joghurt nehmen, da das Granola schon süß ist, am Besten passt säuerlicher Naturjoghurt oder Vanillejoghurt

PS: Warum sehen die Bilder heute anders aus? Das kommt dabei raus, wenn das Standard-Objektiv kaputt ist, die bessere Kamera außer Haus samt Lieblingsobjektiv rumgammelt und einem das erst auffällt, wenn alles fertig hindrappiert wurde... Also Tele oder Fischauge, hmm. Ich hab mich aufn Stuhl gestellt und mit dem Teleobjektiv geknipst, eiei. Aber passt schon. Und wie ich grad die Requisiten aufgefuttert hab, kam natürlich Herr Wos zum Essn mit der guten Kamera zur Haustür rein, gnaa.


Donnerstag, 3. August 2017

Bento-Boxing, Balkonblümchen und Outtakes

So richtig superviele Lunchboxen gab's die letzten zwei Monate gar nicht. Gerade in der Arbeit war ein Geburtstag, Ausstand, Einstand, Grill einweihen, usw. nach dem anderen, und ich brauchte oft keine Mittagspause vorbereiten. Oder wir waren abends noch im Biergarten und ich hab mir nur schnell zwei Brote zusammengebaut. Meine Lieblingsbox war zuletzt diese Durcheinander-Box: Linsen-Tomaten-Bällchen, Kartoffelsalat, Minigurken und Gedöns, außerdem Melone, Pfirsich und Smoothie-Pancakes, omnomnom.


Nicht so supertuffig wie die obere Box aber kulinarisch mein absolutes Highlight: Teriyaki Sojaschnitzel mit Zwiebeln, moaaah, war das lecker! Dazu grüner Salat, echt top! Ich hab's kalt gefuttert und fand's absolut wahnsinnig gut. Perfektes Bentobox-Futter.


Dass man nicht alles kalt futtern mag hab ich bei dieser Box gelernt: Kalte Kartoffel-Wedges sind echt nicht meins. Also hab ich sie aus der Box gepult und extra warm gemacht. Das Ofen-Gemüse dagegen war kalt supi. Und Mini-Muffins sind sowas von optimal für die Lunchbox, hihi.


Meine neuen Lieblings-Wraps sind gerade diese Tomaten-Tortillalappen mit Hummus oder Paprika-Cashew-Aufstrich, Mais, Zwiebeln, Gurke, Paprika und irgendwelchem 'Fleischersatz' (LikeMeat Döner Art find ich ganz ok, das meiste Fertigzeug mag ich gar nicht). Superschnell zusammengebaut und etwas durchgezogen am nächsten Tag dann echt ein super Fresschen.


Weniger erfreulich sind immer diese misslungenen Futter-Experimente. Der Küchen-Outtake, der zuletzt am fiesesten weh getan hat waren keine Kohlebrickets ausm Ofen, matschig zerkochter Tofu oder furchtbare Glibber-'Glasnudeln'. Nö, es war der Versuch einer veganen Schokokuss-Torte mit Aquafaba. Irgendwie hab ich wohl die falsche Sorte Kichererbsen erwischt, weil der Eigengeschmack einfach nicht ums Verrecken weggehen wollte. Und dann war da auch noch dieses komisch-bitzelige vom Backpulver. Echt total daneben, Mistkack. Dabei wären die Fotos ganz tuffig geworden, gnaa.



Ein besser gelungenes Experiment ist mein Balkon. Da blüht alles wie verrückt, die Bienen brummen um die Kräuterblüten, die Mini-Gurke rankt über alles, was irgendwie Halt bietet, die selbst gezogene Kapuzinerkresse ist quasi explodiert und Papa hat mal wieder seine Tomatenpflänzchen nicht richtig beschriftet weil die Monsterknubbel an unserer Tomate definitiv keine normalen Strauchtomaten werden.




Ich frag mich ja wann die Birnenmelone mal Blüten bekommt... Die wächst so ganz gemütlich vor sich hin und hat wohl ganz vergessen auch Früchtchen anzusetzen, hmm.

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